Nicht nur die Menschen parfumierten sich ausgiebig, auch die Gemächer wurden beduftet; ja sogar die Springbrunnen. Parfums galten als Statussymbole – genauso wie Pferde, die man sich dort mit derselben Passion hielt und züchtete.

1743 beauftragte der herrschende König Ludwig der XV. in Erinnerung an seinen Urgroßvater Ludwig den XIV. den Bildhauer Guillaume Coustou mit der Herstellung von Pferdestatuen, die in den Parkanlagen der Sommerresidenz der Könige in Marly-le-Roi aufgestellt wurden. Jene Pferdestatuen sind heute als Les Chevaux de Marly bekannt und erlangten Weltruhm. Sie gelten als Meisterwerke barocker Kunst. Repliken der Statuen säumen die Pariser Champs-Élysées an deren Übergang auf den Place de la Concorde, während die Originale mittlerweile im Louvre ihr Zuhause gefunden haben.

Parfums de Marly vereinen in ihrer Duftlinie die Leidenschaften Ludwigs des XV. - Parfums und Pferde. Die als olfaktorische Hommage an jene grandiosen Parfumkreationen der damaligen Zeit gedachten Düfte sind benannt nach edlen Pferderassen und werden dargeboten in aufwendig geschmückten Flakons mit rassigen Pferden.

Lippizan ist eine Hommage an die älteste Kulturpferderasse der Welt, den Lipizzaner. 1786 erstmalig erwähnt, ist die Geschichte des Lipizzaners eng mit dem Hause Habsburg verknüpft. Seine Wiege befindet sich in einem Gestüt in dem kleinen Ortsteil Lipica, der in der slowenischen Gemeinde Sežana gelegen ist. 1580 von Erzherzog Karl II. gegründet, gilt das Gestüt Lipica heute als Kulturdenkmal mit weltweit einmaligem Ruf und übt eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Pferdeliebhaber aus, die dem Ruf der weißen Rösser schon seit Jahrhunderten folgen.


Könige und Kaiser sowie der Adel begeisterten sich für die Lipizzaner aus Lipica, welche von dort aus auch an die berühmte spanische Hofreitschule entsendet wurden, die bis heute noch Anlaufpunkt ist wegen ihrer besonderen Vorführungen reiterlicher Künste der Hohen Schule. Das Gestüt überstand selbst Kriegswirren trotz Verlusten und kriegsbedingter Evakuierung der Pferde und erfreut sich heute nach wie vor eines exzellenten Renommees und großer Bekanntheit. Das Lipizzanerpferd als solches gilt aufgrund der Vegetation seiner Heimat als zäh und widerstandsfähig, darüber hinaus als äußerst gelehrig, eifrig, intelligent, gutmütig und mutig, was ihn zu einem tollen Dressur- und Fahr- aber auch Freizeitpferd prädestiniert.


Lippizan, der Duft, macht seinem Namensvetter alle Ehre: Es handelt sich hier um einen krautigen und komplexen Chypren duft mit Agrumen in der Kopfnote, Floralen Tupfern im Herzen und überaus interessanten Lederakzenten, der nicht nur ein gekonntes Beispiel für das Parfumeurs handwerk darstellt, sondern auch bei vielen Herren Hochachtung hervorrufen wird.


Der Orient Liebt Amouage

Seit der Antike ist das sagenumwobene Land Oman berühmt für einzigartigen Weihrauch und exotische Parfums. Doch war der Handel mit dem kostbaren Produkt sowie die gesamte Parfumherstellung von Höhen und Tiefen geprägt und geriet zeitweise sogar fast ganz in Vergessenheit. Glücklicherweise fand diese Zeit 1983 ihr Ende, als das omanische Königshaus unter seiner Majestät Sultan Qaboos bin Said seine Hohheit Sayyid Hamad bin Hamoud al bu Said, ebenfalls Mitglied der Königsfamilie, dazu beauftragte, die alte arabische Parfumkultur in ihre Heimat zurückzubringen, um sie wieder aufleben zu lassen. Dieses Ereignis war die Geburtsstunde der Marke Amouage, einem luxuriösen, international ausgerichteten Dufthaus mit orientalischen Wurzeln. Obwohl er französisch klingt, handelt es sich um einen rein konzeptionellen Begriff, der sich zum einen aus dem arabischen Ausdruck „amwaj“, was soviel wie Welle bedeutet, und zum anderen aus dem französischen Wort für Liebe, „amour“ zusammensetzt. Amouage bedeutet also im weiteren Sinne „die Wellen der Emotionen“. Der einzigartige Name spiegelt den Geist der Düfte wider, ihre Anmut, ihren Glanz und ihr Gefühl – ein ganz besonderes Geschenk für all diejenigen, die man liebt!Viele Königshäuser, Aristokraten und Berühmtheiten auf der ganzen Welt zählen zu den Stammkunden von Amouage. Als Gastgeschenk für ausländische Staatsoberhäupter und Würdenträger verschenkt das Königshaus des Oman Produkte der Marke, sodass Amouage-Düfte zu einem wahrhaften Geschenk der Könige erhoben wurden.

Adel verpflichtet: Acqua di Genova.

Das Cologne Acqua di Genova wurde im Jahre 1853 von dem Parfumeur Stefano Frecceri für das Königshaus Savoyen kreiert. Innerhalb kürzester Zeit erfreute sich der Duft bereits wachsender Beliebtheit und wurde alsbald zu einem unersetzlichen Bestandteil der Morgentoilette vieler Blaublüter : Etliche europäische Adels- und Königshäuser der damaligen Zeit benutzten das Cologne mit großer Leidenschaft.

Zu dessen großer Bekanntheit und Wertschätzung trugen insbesondere zwei Personen bei – Virginia Oldoini und König Vittorio Emanuele II. Virginia Oldoini, die Contessa di Castiglione, galt damals als eine der schönsten Frauen Europas und war für ihr Auftreten, ihren Charme und ihren Stil bekannt, fungierte für Frauen wie Männer als Vorbild. Sie verliebte sich in Acqua di Genova – und animierte damit viele andere Menschen zu dessen Gebrauch. König Vittorio Emanuele der Zweite war so begeistert von dem Cologne, dass er Stefano Frecceri am 28. März 1866 per Königlichem Dekret die Auszeichnung des Königshauses zukommen ließ und ihn zum offiziellen Hoflieferanten ernannte.





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